Wenn ich einen Discounter besäße…

Dann würde ich an der Kasse keine Einkaufstüten zu 9 Cent verkaufen. Vielmehr böte ich solidere Beutel, wahrscheinlich aus Stoff, zu etwa 50 Cent oder mehr an. Und zwar ohne große Werbung darauf, um den Wiederverwendungswert zu erhöhen.

Das mag zwar nicht so kundenfreundlich sein, naturfreundlicher aber auf jeden Fall. Wenn man sieht, wieviele Leute bei jedem Einkauf wieder eine oder mehrere der Plastiktüten kaufen, kann einem übel werden.

Es ist auch so schon traurig, dass ausgerechnet ölfressende Wegwerfprodukte aus Plastik sind. Einem Stoff, der sich nicht so einfach zersetzt, sondern fast ewig existiert, oder bei der Verbrennung noch giftige Stoffe freisetzt.

Genossen, kauft mit Rucksack!

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3 Antworten auf Wenn ich einen Discounter besäße…

  1. Ich kaufe meist mit Rucksack. Im Discounte sowieso. Wir haben auch eine Nettotüte zu Hause. Die haben wir vor 3 Jahren mal gekauft. Das ist so eine ganz große, aus robustem Material (allerdings auch Plaste). Die tut seit dem ihre Dienste.
    In Warenhäusern und Klamottenläden muss man allerdings immer schnell sein, wenn man keine Tüte haben will.

    Wie wäre es, wenn ihr bei Netto Fisch, Käse und Wurst auch wieder in altem Zeitungspapier verkauft? 😉

  2. René sagt:

    Man sollte es loben, daß die für die Tüten wenigstens ein paar Cent verlangen. In England bekommt man sowas als Service überall hinterhergeschmissen (wobei es da zwischenzeitlich auch mal Ansätze gegeben hat, wo es Rabatt für die Leute gab, die ihre Tüte – natürlich nur von der jeweiligen Kette – wieder mitgebracht haben).

  3. onkelerika sagt:

    Folgt man dem Wikipedia-Artikel zum Thema Plastiktüten, scheint auch Großbritannien seit diesem Jahr nicht mehr Willsens, Wegwerfgesellschaft zu sein. Vorbild scheint hier Irland zu sein, aber auch China sollte nicht unerwähnt bleiben. Es gibt also Hoffnung – gerade in den vom Koloradokäfer erwähnten Klamottenläden wird man ja nur so mit Tüten überschüttet.

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