Vom Leben in der ehemaligen DDR

Wenn es ums Thema DDR geht gibt es oftmals nur zwei Extreme: Auf der einen Seite die „Alles war so schlimm“-Mentalität, auf der anderen verklärte, kitschige Ostalgie. Martin Fischer hat es sich zur Aufgabe gemacht, über das Alltagsleben in der DDR zu podcasten. Der Staatsbürgerkunde-Podcast trifft damit genau den Punkt, der zwischen aller Verklärung und Verdammung oft vergessen wird: Auch in der DDR haben die Menschen ihr Leben gelebt.

Häufigster Gast im Podcast sind Martins Eltern, die Themen sind vielfältigster Art: So ging es schon ums Schulsystem, um Mode, um Radio und Fernsehen, Urlaub und Reisen und sogar um Weihnachten (alle bisherigen Sendungen auf einen Blick). Immer wieder werden aber auch mal andere Gäste eingeladen, wie etwa Kathrin Rönicke zum Thema Geschlechterrollen oder Jörg Reuter vom Comic Mosaik zu eben diesem Thema. Die Sendungen dauern etwa 30 bis 90 Minuten, und werden im nicht ganz strengen drei Wochen Rhythmus veröffentlicht. Es besteht also keine Gefahr, den Podcatcher noch weiter zu verstopfen als ohnehin schon. Allerdings kann und sollte man sich alle auch bisher schon veröffentlichen Sendungen anhören, es lohnt sich. Und so viele sind es bisher ja noch nicht.

Ein sehr schöner Podcast, dessen Grundidee auch gern häufiger umgesetzt werden kann.

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Eine Antwort auf Vom Leben in der ehemaligen DDR

  1. Schön zusammengefasst 🙂 Dem Aufruf am Ende kann ich mich nur anschließen: Macht mehr Geschichtspodcasts. Persönlich, theoretisch, egal wie. Fände ich prima.

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