Sport, Mafia und Korruption

Dass es im Profisport oft nicht mit der viel beschworenen Fairness zugeht, ist kein Geheimnis. Gedopte Radfahrer, bestochene Schiedsrichter, absichtlich verlierende Badmintonspieler, gekaufte Weltmeisterschaften. Das volle Ausmaß der Betrugsversuche indes kann man sich schwer vorstellen. Einen guten Einblick in die korrupte Seite des Sports liefert die ARTE-Doku Sport, Mafia und Korruption, die noch etwa 5 Tage online angeschaut werden kann.

Da geht es zum Beispiel um den Tennisspieler, der als haushoher Favorit den ersten Satz gewinnt, danach aber wegen einer Verletzung aufgibt. Pikantes Detail: Nach dem ersten Satz wurden in Osteuropa auffällig hohe Wetten auf eine Niederlage des Spielers abgeschlossen. Einige Zeit später wird in einem anderen Spiel der gleiche Spieler vom Schiedsrichter ermahnt, weil er nicht sein bestes gebe. Das will der Spieler gleich als Aufforderung zur Aufgabe verstehen.

Interessant auch: Wetten sind schlimmer als Doping. Doping zielt aufs gewinnen, was trotz Leistungssteigerung noch immer schwierig ist. Wetten hingegen zielt aufs Verlieren, was verdammt einfach ist.

Inhaltlich also sehr sehenswert. Allerdings wird der Spaß durch einen wirklich sehr nervigen handwerklichen Schnitzer getrübt: Immer wieder gibt es kurze Standbilder, in denen zum Beispiel die Namen und Funktionen von Personen eingeblendet werden. Untermalt mit einem Geräusch, dass wohl das Tippen auf einer Schreibmaschine darstellen soll. Das ist furchtbar nervig und kann einem die Doku wirklich verleiten.

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