Sag ein letztes Mal „Tuuut tuuut“!

Mein Plakat gab wohl den Ausschlag: Mehdorn tritt zurück!

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3 Antworten auf Sag ein letztes Mal „Tuuut tuuut“!

  1. Matze sagt:

    Ehrlich gesagt ist die Überschrift sachlich nicht ganz korrekt – Hartmut Mehdorn hatte lediglich seinen Rücktrtt angeboten, woraufhin die Bundesregierung rumrätselte, wie sie denn seine Aussagen auf der Konzernpressekonferenz werten sollte – sehr geschickt….
    Eigentlich find’ ich’s schade, dass er weg ist… Seine konzernbezogenen Leistungen sind nicht zu verachten, auch wenn selbst mir nicht alle Schritte zusagen, und damit meine ich nicht zwingend die sogenannte Datenaffäre.
    Schade ist nur, dass ein Nichteisenbahner/Nichtlogistiker (sondern ausgerechnet so ein Autof….unktionä)r wieder einmal die Geschicke des Konzerns übernehmen soll.

  2. Matze sagt:

    … zumal ich das Plakat geschmacklos finde – ich war gestern als Teilnehmer beim Berliner Halbmarathon und für ein derartiges Ziel würde ich nichteinmal nichtlaufend auf die Straße gehen… nur weil wir gefühlte 80 Mio Bahnchefs in Deutschland haben. Die meisten Leute haben rein gar nichts mit der Eisenbahn am Hut und bilden sich ein, dazu unqualifiziert ihre unmaßgebliche Meinung abgeben zu müssen – die Medien schließe ich in Ihrer allgemeinen Berichterstattung, sei es bei Bahnereignissen oder DB-politischen Themen, mit ein.

  3. onkelerika sagt:

    Also das Plakat sollte man nicht zu ernst nehmen – stünde ich in der Pflicht, ein sportliches Ereignis unter ein politisches Motto zu stellen, würde ich auch nicht den Mehdorn nehmen. Da gibt es ja viel bessere Ziele. Es passte aber gerade gut und hat ja auch was gebracht 😉

    Entsprechend habe ich auch (nicht als einziger) direkt “Mehdorn tritt zurück” geschrieben, wohl wissend, dass der Rücktritt erstmal nur ein Angebot war. Aber so baut man druck auf. Wenn die 80 Mio gefühlten Bahnchefs meinen, der echte tritt zurück, dann kann der das schlecht wieder rückgängig machen.

    Zu den konzernbezogenen Leistungen: Du könntest uns vielleicht einmal aufschlüsseln, was Mehdorn so vollbracht hat, da dürftest du ja einiges an Insiderwissen haben. Ich verbinde mit Mehdorn starke Rationalisierungsmaßnahmen (insbesondere Entlasungen), unsinnige Sturheit (zum Beispiel im Tarifstreit mit der GDL), unbedingte Privatisierung und die Datenschutzaffären.

    Nun ist mir bewusst, dass Hartmut Mehdornnicht der alleinige Entscheidungsträger bei der Bahn ist – zumal die Bahn ja immer noch ein Staatsunternehmen ist. Aber Herr Mehdorn ist sowohl der oberste Repräsentant der Bahn, das Gesicht des Konzerns, als auch der oberste Verantwortungsträger. Diesen Funktionen muss er uneingeschränkt gerecht werden. Was er meiner Meinung nach nicht wurde, was sich zuletzt eben in der Mitarbeiterbespitzelung zeigte. Und zwar sowohl für den Fall, dass er das wahre Ausmaß nicht kannte, als auch den Fall, dass er doch bescheid wusste.

    Zu Rüdiger Grube: Als ich den Namen das erste Mal hörte, habe ich auch erstmal im Netz gesucht. Karriere bei Daimler und EADS. Noch dazu “unter Mehdorn gelernt.” Naja. Ein Eisbahner wäre sicherlich die bessere Wahl gewesen, aber man will ihm ja eine Chance geben.

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