Netzsperren wählen?

Am Montag noch die neueste Flatpressversion aufgespielt. Das ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, lief aber doch recht gut und sollte weithin nicht sichtbar sein. Abgesehen vom fehlenden Favicon. Aber das taucht bestimmt wieder auf.

Am Dienstag ging dann gar nichts mehr, was aber nicht am Blog lag, da auf keinen der Uni-Webspaces zugegriffen werden konnte. Vermutlich waren das erste Zensurversuche von Regierungsseite, die damit auf die entlarvenden Worte der Kritik von Professor Pfitzmann im ZDF-Journal „Berlin Direkt“ reagierte. Doch die Unis sind frei! Hust.

Vielleicht gibt es ja Menschen, die kein Internet haben, von diesem Blogeintrag nur träumen und dementsprechend auch noch nichts von der Onlinepetition gegen Netzsperren gehört haben. Kurz: Klicken, anmelden, unterzeichnen. Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass diese Petition auch im Netz nicht nur Zustimmung findet. Was Jens Ferner dort schreibt, ist nicht ganz falsch. Die nötigen 50.000 Mitzeichner werden kein Problem sein (zu verfolgen hier und hier). Dann könnte der Petitionsausschuss mehrere Petenten zur öffentlichen Anhörung laden. Er könnte aber auch mit Zweidrittelmehrheit dagegen stimmen. Oder die Leute anhören und danach trotzdem nichts tun. Ferners Schlüsse halte ich trotzdem nicht für richtig. Gerade ein hoher Grad an Frustration kann und sollte der Katalysator für eine große Gegenbewegung sein.

Gelegenheit sich gegen die aktuellen Pappnasen zu wenden gibt es dieses Jahr genug. Wer so viel Wahlfreiheit für zu anstrengend hält, kann sich vom EU-Profiler sagen lassen, was er am besten wählen sollte. Interessant, vor allem weil man auch mal einen Überblick über die vielen Parteien aus anderen Ländern bekommt. Wer schon weiß, was er wählen will darf beim Spiegelfechter an der großen Sonntagsumfrage teilnehmen und die Welt ein wenig besser scheinen lassen als sie ist.

Zum Schluss noch eine Frage an die Konsumenten der vielen Polittalkshows: Wurde einer Frau von der Leyen oder einem Herrn Schäuble eigentlich schon mal die einfache Frage „Warum hören Sie eigentlich nicht auf die Experten?“ gestellt?

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