Mittwochsmusik XXXII: King Charles

Nachdem ich angekündigt hatte, aus Mangel an geeigneten Künstlern die Mittwochsmusik selten stattfinden zu lassen, habe ich jetzt gleich wieder einige (in Worten: einige) Künstler zum vorstellen. Und weil es so selten ist, dass zu einem Album so viele Videos in deinem Land verfügbar sind, gibts diesmal gleich drei davon. Los gehts:

Der Sommer ist lange vorbei, die Tage kurz und düster, die Musik wird melancholicher. Aber nein, das muss nicht sein. Vielleicht braucht es gerade in dieser Jahreszeit mal ein Album, dass es jedes mal schafft ein dickes, fettes Grinsen aufs Gesicht zu zaubern. Auftritt King Charles mit seinem ersten Album Loveblood. Was der Engländer hier an gutgelaunter, melodischer Abwechslung in jedem Song abfeuert würde bei anderen Künstlern fürs gesamte Schaffenswerk reichen. Dabei zitiert sich der König fröhlich durch die Musikgeschichte, etwa bei Bam Bam, dass sich unverkennbar und ganz offen bei Queen bedient. Neben den 70ern spielt sich King Charles mit allen nur denkbaren Instrumenten auch durch die 80er, macht Folk alá Mumford & Sons oder erinnert an die afrikanisch angehauchten Vampire Weekend. Das ist Pop im allerbesten Sinne.

Die Texte sind dabei auf den ersten Blick kitschig, auf den zweiten albern und schließlich einfach nur noch witzig. Erst gemeint sein können sie nicht. Jedes Lied dreht sich um eine Frau, meistens um obige Mississippi Isabel.

Das reicht vom schmonzettischen

Sea horses ride ahead in formation,
Lady in waiting with the information,
Dolphins race, spread the word on the tide,
That you are coming like a heaven’s bride. (Lady Percy)

bis zum absurden

You’re my minds rest,
the strings of my guitar,
the wax in my moustache;
you’re the keys to my car.(Ivory Road)

Die Halbwertszeit von Loveblood könnte sich freilich als kurz erweisen, aber zumindest bei den ersten Duzend Durchläufen ist gute Laune garantiert.

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2 Antworten auf Mittwochsmusik XXXII: King Charles

  1. Thor sagt:

    Auch wenn mehr Gitarren dem Spiel beiwohnen sollten und mehr Schlagzeuge und weniger Klaviere ist es eine feine leichte Musik für wenn es mal kein regnerischer Tag ist und man dennoch Lust auf Musik hat. Norr?

  2. Onkel Erika sagt:

    So ist’s brav. Und du wirst dich umgucken! Morgen gibts noch mehr Klavier! Denke ich.

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