Löwenbräu auf Eispiraten

Na das war vielleicht ein Spiel gestern. Endlich mal wieder Eishockey, die Löwen gegen die Eispiraten Crimmitschau. Derby-Zeit, die Halle also ausverkauft. Da ist gute Stimmung garantiert. Allerdings wird die Stimmung schon am Eingang etwas getrübt, weil wieder einmal der Großteil der Türen geschlossen bleibt und etliche Fans die Einlaufshow dardurch draußend wartend verpassen.

Enttäuschend geht es für die Löwen-Fans auch erstmal weiter, denn gerade einmal sechs Minuten nach Spielbeginn liegen die Gäste bereits mit zwei Toren vorn und bestimmen überwiegend das Spiel. Erst kurz vor Ende des erstens Drittels gelingt der Heimmanschaft der Anschlusstreffer. Der war wohl auch genau richtig, denn nach der Pause spielen die Löwen nicht nur mit, sondern können zunächst ausgleichen und kurz darauf sogar mit 3:2 in Führung gehen.

Ab da an wurde es verrückt. Während das Schiedsrichter-Trio bis dahin zwar pingelig, aber solide gepfiffen hatte häuften sich nun die strittigen Entscheidungen. Eine führte zu einer Spieldauerstrafe gegen die Eislöwen. Während des Spiels war nicht wirklich klar, warum nun gepfiffen wurde, aber anscheinend gab es ein Faul mit Verletzungsfolge, da lässt sich so eine Strafe schon rechtfertigen. Angespannte Stimmung gab es zwar auch in anderen besuchten Spielen schon, aber wenn die ganze Halle „Schiri du Arschloch“ schreit ist das schon eine andere Dimension.

Das aus der Strafe resultierende fünfminütige Überzahlspiel nutzten die Gäste wiederum für zwei Tore und die erneute Führung. Nachdem einige Fauls seitens der Eispiraten überhaupt nicht gepfiffen wurden eskalierte die Stimmung. Auf dem Eis kam es zur Prügelei, die Spieler auf der Crimmitschauer Bank schlugen mit ihren Schlägern gegen die Trennscheibe, die Fans hinter der Scheibe schütteten Bier auf die Spieler, die Spieler schütteten ihrerseits zurück. Das war im übrigen genau unser Block. Wer genau mit der Provokation angefangen hat, habe ich trotzdem nicht mitbekommen. Aber weder Bierwerfen noch gegen die Scheibe schlagen waren in Ordnung.

Um die Gemüter wieder etwas zu beruhigen wurde das zweite Drittel 1:20 Minuten vor Schluss bereits abgebrochen und die Pause vorverlegt. Es lagen auch schon deutlich zu viele Gegenstände auf dem Eis um einfach weiterspielen zu können. Nach der Pause ging es dann mit Strafen für beide Mannschaften erstmal noch den Rest im zweiten Drittel weiter, danach Seitentausch und gleich ins letzte Drittel. Die Eispiraten hatten sich von dem ganzen Radau vorher weniger durcheinanderbringen lassen und konnten in Unterzahl die Führung auf 5:3 ausbauen. Den Löwen gelang zwar noch ein Treffer, aber zum Ausgleich hats nicht mehr gereicht.

So unverständlich die Ofiiziellen auch gepfiffen haben muss man ehrlicherweise doch sagen, dass die Eislöwen an der Niederlage selbst schuld waren. Gerade die ersten beiden Gegentore waren völlig unnötig und vorm Tor des Gegners passierte oft einfach mal gar nichts gescheites.

Vom Ergebnis her zwar kein befriedigendes Spiel, aber definitiv das bislang spannendste.

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Eine Antwort auf Löwenbräu auf Eispiraten

  1. Thor sagt:

    Ein spannendes Spiel, bei dem der Vorteil häufig gewechselt hat. Die Löwen haben meiner Meinung nach spielerisch einen kleinen Vorteil gehabt, die Piraten haben dagegen mit einer disziplinierteren Formation gekämpft. Die Offiziellen haben das Spiel etwas verzerrt, aber die zwei Gegentore zu Anfang waren mindestens ebenso gravierend für dessen Ausgang.

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