Läuft

Es geht aufwärts – was unglaublich klingt und unter anderen Betriebssystem schon lange problemlos funktionierte, klappt nun auch unter Ubuntu:
Fernsehen schauen, mehrere Soundquellen gleichzeitig hören und Fernsehen schauen. Warum gleich zweimal vernsehen?

Problem 1: Zattoo
Im Gegensatz zur 64bit-Version von Ubuntu lies sich Zattoo mit 32bit problemlos installieren. Zwar soll es auch auf 64bit möglich sein, bewiesen hat es aber noch keiner – zumindest mir nicht. Nun, installieren ist eine Sache. Meist will man das Programm dann auch noch benutzen. Gesagt, getan, geflucht. Alles flackert. So war natürlich nicht an Genuss zu denken.

Lösung: Das Flackern wird verursacht durch Compiz, den tollen Fenstermanager von Ubuntu. Der zankt sich mit einigen Videoanwendungen, was an sich nicht schön ist. Also muss man, solange dieses problem nicht an der Wurzel behoben ist, beim Videoschauen auf Compiz verzichten. Einfach machen kann man sich das mit dem Compiz-Switcher. Der platziert ein kleines Icon in der Taskleiste, mit dem man mit einem Klick zwischen Compiz und Nicht-Compiz umschalten kann. Nicht optimal, aber auch nicht wirklich umständlich, wenn man nicht auf die vielen sinnigen und unsinnigen Desktopeffekte verzichten möchte.

Problem 2: Der Sound
Entweder MP3s abspielen und Flashvideos ohne Ton anschauen oder Flash mit Ton aber gar keine MP3s mehr abspielen. So stellte sich die Situation dar. Das ist natürlich untragbar, zumal nach dem Anschauen eines Flaschvideos bis zu einem Neustart wirklich überhaupt gar keine Musikdateien mehr abgespielt werden konnten. Schuld ist hier die systeminterne Soundverarbeitung. Einige Programm nutzen noch das veraltete OSS, neuere hingegen ALSA.

Lösung: Dafür sorgen, dass immer und überall ALSA verwendet wird. Wie man das tut, ist in diesem Tutorial sehr gut erklärt. Wichtig: Nachdem man die dort besprochenen Punkte ausgeführt hat, unbedingt auch in den einzelnen Programmen (Amarok, VLC…) auf ALSA umstellen. Sonst bringt alles nichts.

Problem 3: Die TV-Karte
Die Karte ging einfach nicht. Obwohl alles stimmte, zumindest laut dieses Tutorials.

Lösung: Es war tatsächlich alles in Ordnung. Es mussten nur noch die jeweiligen Module aktiviert werden. Dies kann man mit

modprobe  card=

tun. Sollte kein Sound kommen, einfach mal mit alsamixer prüfen, ob der Audioausgang der TV-Karte eventuell stummgeschalten ist. Mit xawtv bzw. motv müsste nun erstmal alles funktionieren. Um einen chten Vollbildmodus zu erreichen, muss man eventuell auf die Verarbeitungsmethode auf „grabdisplay“ umstellen und das Programm mit folgenden Parametern starten:

xawtv -noxv

Da Linux ziemlich sensibel auf unterschiedliche Hardware reagiert, werden diese Lösungen wohl nur für wenige Leute interessant sein. Eigentlich wollte ich auch nur zum Ausdruck bringen, dass man auch mit Linux nicht auf gewohnten Komfort verzichten muss. Es dauert nur manchmal ein wenig länger.

Da sich das für Windowsnutzer jetzt wahrscheinlich unheimlich abschreckend anhört, soll hier nocheinmal explizit darauf hingewiesen werden: Linux lässt sich mindestens so einfach installieren wie Windows. Standardsoftware (Musikprogramme, Officeanwendungen, Bildbearbeitung, Browser, …) läuft sofort nach der Installation ohne zu mucken. Auch Drucker, Scanner, MP3-Player etc. werden gewöhnlich problemlos erkannt.

Try it now!

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