Hackerfilm: Wargames (1983)

Quote:

A strange game.
The only winning move is…

Wieviele Menschen würden wohl den Befehl verweigern, den letzten Schritt zu gehen und Nuklearraketen auf ihren Weg zum Feind zu schicken? Im Film Wargames sind es immerhin 22% der Raketensilobesatzungen. Natürlich ist es nur ein Test, doch die Zahlen sind den verantwortlichen Generälen zu hoch. Um das Risiko eines Ausfalls an der letzten Stelle zu vermeiden, sollen die Menschen an den Knöpfen durch einen Computer ersetzt werden.

Aus Sicht des Militärs eine vernünftige Entscheidung, hat eine Maschine doch nicht die Moral einen Befehl zu verweigern. Aus Sicht der Menschheit natürlich tragisch, fällt doch so auch der letzte noch vorhandene Schutz durch die Vernunft des Einzelnen. Trotzdem wird der Computer gebaut und eingesetzt und ersetzt einen Großteil der Kommandokette. Bis ein jugendlicher Hacker unbeabsichtigt ein Spiel mit ihm beginnt, dass die Menschheit an den Rand der Vernichtung bringt.

Im Film kommt das Geschehen lange Zeit recht beschwingt und humorvoll daher, der Bruch zu den Konsequenzen folgt dann umso härter und lässt das Lachen im Hals stecken bleiben. Der kalte Krieg ist zwar zur Zeit kein Thema, viele der im Film aufgeworfenen Fragen lassen sich aber problemlos auch aufs jetzt übertragen. Die Darstellung des smarten Jugendlichen und der recht unfähigen Erwachsenen ist etwas klischeehaft, was aber kaum schadet.

Ein sehr spannender Film, der sein Thema recht intelligent behandelt.

Passend dazu sei auch die Radiolab-Folge zum Thema Games empfohlen, die unter anderem auch das im Film vorkommende Thema Tic Tac Toe behandelt und klärt, warum heute niemand mehr ernsthaft Dame (Checkers) spielt.

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Eine Antwort auf Hackerfilm: Wargames (1983)

  1. anonymous sagt:

    Ein guter Film, das stimmt!
    Zum Thema Klischee: http://hackertyper.com/

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