Die Online-Untersuchung

Wie der Präsident der Bundesärztekammer, Hans Wurst, mitteilte, wird ab Januar bundesweit die Online-Durchsuchung eingeführt. Die Maßnahme, welche zusammen mit dem Gesundheits- und Innenministerium entwickelt wurde, soll die Bekämpfung von gemeingefährlichen Bazillenträgern erleichtern. Ursprünglich dafür geplant, arztfaule Arbeitnehmer aufzuspüren, soll das Programm nun doch auf alle Bürger ausgeweitet werden.

Der Otto Normalverbraucher wird davon unterdessen nichts mitbekommen. Der für die Untersuchung nötige Microchip kann dem Patienten aus größerer Entfernung mit Hilfe von Blasrohren oder Luftdruckgewehren direkt in die Haut geschossen werden, ohne das dieser mehr als ein kleines Pieksen verspürt.

Der Chip selbst sendet die gewonnenen Daten ständig an seine Umgebung, wo sie von anderen Chips oder Geräten aufgenommen und wiederum weitergesendet werden, bis sie schließlich auf dem Rechner vom Innenminister landen. Abhörsicher wird das Verfahren durch die beliebte Mifare-Technologie.

Persönliche Daten werden natürlich nicht übertragen, sondern nur Name, Geburtsdatum, Puls, Blutdruck, Eisen- und Eiweißgehalt, Körperfettanteil, Körpertemperatur, Alkoholspiegel, wer mit wem zuletzt telefonierte, was wo zu letzt gegessen wurde und ein paar andere wichtige Daten.

Finanziert wird das neue System direkt und bequem durch den Verbraucher.

Die gesetzliche Grundlage muss vom Bundestag nicht mehr abgesegnet werden, da sie direkt in der Verfassung verankert wird (Artikel 2, Grundgesetz):
Quote:

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, welche von der staatlichen Gemeinschaft auch überwacht und sichergestellt wird.

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6 Antworten auf Die Online-Untersuchung

  1. Mehlstaub sagt:

    Auch mal eine interessante und vorallem witzige Möglichkeit einen einzelnen Link zu platzieren 🙂

    Aber werden besagte Mifare-Chips denn nun auch in unseren Mensa-Chips eingesetzt und wenn ja, welche Daten enthalten sie? Schreib doch mal eine Mail an die Mensaleitung oder ans Studentenwerk. Wenn ich mich nicht irre sind die verpflichtet darüber Auskunft zu geben, welche Daten sie über einen speichern.

    Aber fein geschrieben, wie gesagt!

  2. onkelerika sagt:

    Das habe ich in der Tat getan. Zunächst einmal an Herrn Udo Lehmann, den Hauptabteilungsleiter der Verpflegungsbetriebe. Mal schauen, ob und was für eine Antwort kommt.

  3. Egon Olsen sagt:

    Wir warten…

  4. onkelerika sagt:

    Jaja, nur Geduld!

  5. Doktor Schiwago sagt:

    Jetzt platzt mir aber der Kragen!

  6. onkelerika sagt:

    Gibt’s Bilder?

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