Der Kampf

Eben bei den Sat1-Nachrichten gesehen (natürlich nur beim Zappen):

Der Kampf zwischen Radfahrern und Fußgängern geht in eine neue Runde.

Endlich! Es folgte ein Beitrag über die bösen, rücksichtslosen Radfahrer die doch bitte in Zukunft alle ein Nummernschild tragen sollen.

Pff.

Was ist mit den werten Fußgängern, die meinen den Radweg ohne Rechts-Links-Blick betreten zu dürfen? Darf man die mit Nummernschild überfahren?

Nein?

Antrag abgelehnt.

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2 Antworten auf Der Kampf

  1. Matze sagt:

    Nunja,
    Fußgänger sind für gewöhnlich nicht gerade aufmerksam… Radfahrer sollten dies im Hinterkopf haben und auch beherzigen. Jedoch sollten sich Radfahrer ernsthaft die Frage stellen, ob die Fortbewegung auf 2 Rädern im Winter, d. h. von im Zeitraum von Anfang November bis Ende Februar, ggf. sogar Ende März, zweckmäßig bzw. gesundheitlich zuträglich ist, oder ob man nicht doch zu Fuß gehen oder auch den ÖPNV benutzen könnte.
    Zumal ich festgestellt habe, dass es auch sehr viele rücksichtslose Radfahrer gibt, die im Dunkeln ohne Licht mit dunkler Kleidung fahren bzw. kein Stück auf Fußgänger, auch Frauen mit Kindern usw. achten, sondern mit hoher Geschwindigkeit und tw. waghalsigen Manöver sich vorbeizuschlängeln versuchen!

    Somit sollte man vorsichtig mit einer Kategorisierung sein; die Diskussion über Nummernschilder am Fahrrad finde ich allerdings unpassend.

  2. Koloradokäfer sagt:

    @Matze: Du hast ja Recht, wenn du sagst, dass man als Radfahrer auf die anderen achten muss.

    Man ist schwächer als Autos, also muss man IMMER Vorfahrt beachten. Und auf Fußgänger muss man eben auch achten (besonders bei den bescheuerten Radwegen, die auf einer Ebene mit den Fußwegen sind). Das ist schon klar.

    ABER: Ich muss zugeben, dass es Situationen gibt, in denen ich das nicht schaffe. Es gibt einfach Kreuzungen, da muss man nach Autos aus 4 Richtungen ausschau halten und im Zweifel sind mir die rumhüpfenden Fußgänger da weniger wichtig.
    Und der zweite ehrliche aber unschöne Punkt: Es gibt manchmal Stellen, wo Fußgänger typischerweise in Scharen auf Radwegen rumtrampeln ohne zu gucken. Wenn man solche Stellen auf seinem täglichen Weg hat, dann kotzt einen das einfach irgendwann nur noch an. Zumal es ja Fußgänger gibt, die sich, wenn man klingelt, einfach nur rumdrehen und wenn sie einen gesehen haben auf dem Radweg weiter latschen, als wäre man nicht da.

    Was Radfahren im Winter angeht, worum es ja hier überhaupt nicht ging: Es ist immer die Frage nach der Alternative zu beachten. Und wenn man mit ÖV eben eine halbe Stunde länger braucht, dann muss es schon sehr glatt sein, damit sich das lohnt.

    So, vielen Dank, dass ich mir hier mal meinen Frust von der Seele schreiben durfte. Der Grabenkampf zwischen Radfahrern, Fußgängern und natürlich Autofahrern sei hiermit eröffnet! 😉

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