Der goldene Kompass und andere Späße

Der goldene Kompass, die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Philip Pullman, läuft wahrscheinlich schon gar nicht mehr im Kino, trotzdem möchte ich kurz was dazu schreiben, auch wenn ich die meisten Eindrücke schon wieder verdrängt habe. Nicht, weil der Film so schlecht war, sondern weil es eben schon ein paar Wochen her ist.

Wer die Bücher nicht kennt, sollte sie lesen oder sich anderweitig über deren Inhalt informieren – auf Grund ihrer herrlich antireligiösen, aufklärerischen Art sowie einer Menge politischer und philosophoscher Bezüge sind sie auf jeden Fall äußerst lesenswert.

Was mich dazu brachte, den Film hier nocheinmal zu erwähnen ist die Tatsache, dass auf Biegen und Brechen vermieden wurde, ein weiteres Epos der Art Herr der Ringe oder Harry Potter zu drehen. Gerade einmal 114 Minuten dauert der Spaß an – eine halbe Stunde weniger als der kürzester vorher genannter Filme. Was mag den Regisseur / die Produzenten da wohl geritten haben? So bleibt fast keine Zeit für die vielen Aspekte des Romans, Figuren handeln teils regelrecht am Zuschauer vorbei, ganze Puzzlestücke fehlen und werden wohl auch nicht mehr nachgereicht. Sehr schade, denn atmosphärisch hat der Film schon einiges zu bieten – würden eben jene Lücken den Genuss nicht ständig wieder zerstören. Bleibt die Hoffnung auf die beiden Nachfolger.

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