Amy MacDonald: This Is the Life … live!

Es ist schon ziemlich selten, dass ich mal einen sächsischen Privatradiosender höre. Noch viel seltener ist, dass ich mir daraufhin eine CD kaufe. Als ich aber vor etwa einem halben Jahr während einer Automitfahrt Amy MacDonalds This Is the Life hörte, stand spontan fest: Das gleichnamige Album wird gekauft.

Gesagt, getan, gehört, gefreut. Dass das Album zu diesem Zeitpunkt schon ein gutes Jahr alt und This Is the Life schon die zweite Singleauskopplung war, wusste ich nicht. Ging wohl nicht nur mir so, denn mit diesem Lied kam der große Erfolg für die schottische Sängerin. Kurz: Das Album ist toll. Zwar würde ich mir wünschen, dass im nächsten Album die musikalische Abwechslung ein wenig größer ist, da gerade die von Amy gespielte Rhythmusgitarre von Song zu Song einem eher gleichförmigem Schema folgt. Doch das ist angesichts der wunderschönen Melodien und der guten Texte mehr als zu verschmerzen.

Nachdem das Album sich in den letzten Monaten einen festen Platz in den Top 10 meiner last.fm-Charts erspielt hat, konnte der Liveauftritt in der Messe Dresden natürlich nicht unbesucht bleiben. Laut Amys eigener Aussage war dies das bislang größte Konzert, dass sie und ihre Band bislang allein bestritten haben (die zwei Vorbands nicht mitgerechnet).

Der erste Gedanke: Wow singt die tief. Das ist aber nichts besonderes und wird von den meisten Künstlern so gehandhabt. In lockerer Studioatmosphäre ohne Gitarre um den Hals singt es sich nun mal deutlich einfacher. Viel Eingewöhnungszeit war nicht nötig, zumal das Konzert gleich mit dem Kracher Poison Prince begann. Ein optimaler Start. Auch der Sound war nach wenigen Takten top. So gut, dass man auch von unbekannten Songs ganze Textzeilen oder sogar Strophen verstehen konnte – keinesfalls eine Selbstverständlichkeit bei Hallenkonzerten.

Neben den vom Album bekannten Liedern in einer noch rockigeren Interpretation wurden auch einige unbekannte, vermutlich neue Songs gespielt. Die standen den besten Stücken von This Is the Life in nichts nach – damit wäre das nächste Album schon so gut wie gekauft. Auch in den kurzen Ankündigungen zwischen den Songs wusste Amy mit ihrer sympathischen Art zu unterhalten… sooo ein süßer schottischer Akzent!

Einziger Kritikpunkt am Konzert selbst wäre dessen Kürze. Das lässt sich bei erst einem Album allerdings kaum vermeiden. Musikalisch aber alles große Klasse!

Für das organisatorische Desaster an der Garderobe sind die Messebetreiber zu schelten, das geht ja wohl tausend mal besser!

Übrigens gibt es auf der britischen Version von This Is the Life zwei Songs, die auf den deutschen Exemplaren nicht zu finden sind. Unverständlich, aber wer es weiß (danke, Amy :), wird an den üblichen verdächtigen Stellen fündig…kauft sich die Deluxe Edition des Albums. Dort sind auf der zweiten CD noch deutlich mehr als nur die beiden fehlenden Lieder drauf.

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2 Antworten auf Amy MacDonald: This Is the Life … live!

  1. Koloradokäfer sagt:

    Beschämt muss ich gestehen, dass ich das Album auch über das sächsische Privatradio gefunden habe. Aber das weißt du ja schon. Pfui, pfui, extra pfui. Eigentlich kann die Amy MacDonald nur richtig schlecht sein, wenn die da gespielt wird. – Ist sie aber nicht.

    > aber wer es weiß (danke, Amy :), wird an den üblichen verdächtigen Stellen fündig…

    Wegen dir muss sich The Pirate Bay jetzt vor Gericht verantworten 😛

  2. onkelerika sagt:

    Wieso? An was hast du denn wieder gedacht? Ich habe das zur Sicherheit mal präzisiert 😛

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