300 („Männerfilm“)

Gestählte Männerkörper, heroische Kämpfe, epische Schlachten, fast schon lyrische Bilder, Männerkörper, Gemetzel, schicke Zeitlupeneffekte, Männerkörper, Gemetzel und – wer hätte es gedacht – Männerkörper und Gemetzel.

300 (in Worten: Dreihundert) ist ein Film von Männern, über Männer, für Männer. Oder so. Das weiß man nicht. Männer gibt es ja viele. Und Gemetzel.

Dieser Film kann Spaß machen – wenn man sich an ein paar Spielregeln hält:

  1. Er darf nur auf einer gaaaanz großen Leinwand angeschaut werden, sonst wirken die Bilder nicht – und was bliebe denn dann noch?
  2. 300 ist kein Spaß für Alleingänger – wer nicht drüber lacht, hat nichts zu lachen, und dann fängt man vielleicht noch an, über den Film nachzudenken. Was dann schnell zu Punkt 3 führt.
  3. Wer eine Story erwartet, oder etwas anderes als Männerkörper und stylische Gemetzel, ist falsch. Der Film besteht zu gefühlten 90% aus nichts anderem.

Soviel dazu. Die Story von 300 lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen: König Leonidas will mit 300 Spartanern Griechenland retten. Jetzt habe ich sogar noch einen Satz übrig. Gehabt. Man sollte sich eben an nichts festklammern.

Mal abgesehen von den Männerkörpern und dem Gemetzel gibt es auch noch Blut. Allerdings ist das ähnlich stilisiert dargestellt wie in Kill Bill oder Sin City. Mit letzterem ist der Film ohnehin teils verwandt, die Bilder sind nachgezeichnet, die Effekte wirken comicartig, 300 basiert ebenso wie das (empfehlenswerte) Rodriguez-Werk auf einer gezeichneten Vorlage. Sin City hat auch mehr zu bieten als nur Gemetzel. Zum Beispiel eine Geschichte. Und neben Männerkörpern auch sehr ansehnliche Frauenkörper. Eigentlich kann man sich auch Sin City (nochmal) anschauen, statt 300. Es sei denn man steht auf Männerkörper. Und Gemetzel.

Nichts desto trotz kann 300 mit teils wirklich sehr beeindruckende Bildern aufwarten und die 116 Minuten können Spaß machen – siehe Spielregeln.
Sind diese nicht gegeben: Finger weg.

Update: Nach berechtigter Kritik, dass die Anzahl der Sterne nicht zum Artikel passt, wurde diese nun geändert. Denn es ist richtig, dass der Film für sich stehend „bepunktet“ werden muss. Alles andere kann man ja aus dem Wortbeitrag herauslesen.

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