Monatsarchive: November 2010

Angela’s Ashes

Ach diese Iren. Leicht haben sie es ja nicht. Sie sind so arm, dass sie schon ihre Schulden abgeben müssen. Dabei sah nach dem Beitritt zur EG doch alles so gut aus. Aufschwung, Aufschwung. Und dann kommen diese drecks dreckerten Drecksbanker und machen alles wieder kaputt. Trotzdem: Früher ging es den Iren noch viel schlechter als jetzt. Wer heutzutage in Irland aufwächst – oder irgendwo anders in der europäischen Union – wird sich kaum vorstellen können, wie es den irischen Kindern noch vor 70 Jahren ging:

When I look back on my childhood I wonder how I survived at all.

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Rotes Kornfeld, so richtig, krass rot

Soeben wollte ich endlich mal Zhang Yimous Regiedebüt Rotes Kornfeld anschauen. Die DVD dazu steht seit einiger Zeit im Regal, eine chinesische Ausgabe, allerdings mit optionalen englischen Untertiteln. Aber oh Schreck, noch vor irgendwelchen anderen Tönen legt sich ein heftiges Rauschen auf die Ohren. Es fällt später nicht mehr so sehr auf, ist aber schon nervig. Schlimmer aber: Der Film ist extrem rotstichig, soweit man das hinter dem dicken Rauschen erkennen kann. Das Bild ist unscharf, einfach richtig schlecht. Sieht aus wie von einer bereits zu oft abgespielten VHS abgegriffen. Bei Minute 35 verschluckt sich der VLC dann auch noch … Weiterlesen

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Der letzte schöne Herbsttag

Fühlt man sich zu Beginn eines Kinofilms wie in einem Frosta-Werbespot, darf man schon mal skeptisch sein. Handelt es sich noch dazu um einen Beziehungsfilm, könnte man das Kino schreiend verlassen. Geht es aber um Der letzte schöne Herbsttag, sollte man besser sitzen bleiben. Würde man doch sonst einen sehr amüsanten, erfrischend unkonventionell gemachten deutschen Film verpassen.

Claire und Leo sind so eine Art Paar. Kennengelernt haben sie sich im Fahrradladen, als Leo dort seinen Platten flicken lassen wollte und Claire das ziemlich bescheuert fand, woraufhin Claire den Reifen repariert und Leo für sie kocht. Eines kommt zum anderen, … Weiterlesen

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Die Auferstehung: Alles Gute, Tolstoi!

In dieser Woche liest, hört, sieht und riecht man viel von Lew Tolstoi, feiert der gute Mann doch am 20. November seinen einhundertsten Todestag. Oder würde ihn zumindest feiern, wenn er denn noch leben würde. Hierfür bräuchte es eine Auferstehung, doch dazu später mehr. Den meisten bekannt sein dürfte der russische Schriftsteller durch seine beiden Werke Krieg und Frieden sowie Anna Karenina, die beide wohl zu Recht als Klassiker der Weltliteratur betrachtet werden und die ich beide nicht gelesen habe. Eine Schande, ja, und lang soll dieser Zustand auch nicht mehr bestehen bleiben. Habe ich doch erst vor … Weiterlesen

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Emily Jane White – Live und in fantastisch

Ode to SentienceWer nach einem Emily Jane White-Konzert meint, die Musik wäre seicht, hat ein Problem. Entweder ist man taub, kehrt sich verdrückt aus oder hat einfach keine Ahnung von Musik und redet dummes Zeug. Dann gäbe es volles Pfund aufs Maul. Zum Glück klärte der sprachlich Verwirrte den Fall schnell zufriedenstellend auf und alles ward gut. Ist doch die Musik der kleinen Kalifornierin alles andere als seicht. Denn ist etwas seicht, so fehlt es ihm an Tiefe, wenn man es nicht gar als schlecht bezeichnen mag. Emily Jane Whites Musik aber ist ganz und gar nicht seicht. Ruhig? Ja. Aber … Weiterlesen

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