Jahresarchive: 2007

Full Metal Village (Dokumentation)

Kann man über das weltweit gröte Heavy-Metal-Festival einen Film drehen, der den Metal nur eine marginale Rolle spielen lässt? Frau kann, so sie denn aus Südkorea kommt und auf den Namen Sung-Hyung Cho hört.

Bereits die erste Sequenz lässt das Kultpotenzial von Full Metal Village erahnen: Zu sanft wogendem Getreide und muhenden Kühen prangt im typischen Metalstyle der Titel des Films.

Für Metal-Fachkräfte, denen der Film zum Head-Bangen dienen soll, wird das Kopfschütteln eventuell ganz anders kommen. Denn im Großteil des Films ist von Metal nichts zu sehen. Stattdessen wird das triste Leben in der Gemeinde Wacken auf wirklich amüsante … Weiterlesen

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Sunshine (SciFi-Thriller)

Ohne die gute Sonne und ihren Schein sind viele Dinge entweder nicht mehr möglich oder aber einfach unnütz, zum Beispiel Sonnenbad, Sonnenbrille, Sonnenschirm, Sonnenbrand und Leben.

Im britischen Film Sunshine will die Sonne allerdings nicht mehr scheinen, was einem Großteil der Menschheit nicht so recht passen will. Das Ding muss brennen! Der Plan: Der Stern soll mit einer Bombe unvorstellbaren Ausmaßes am Leben gehalten werden.

Warum die Sonne schon in 50 Jahren am Verlöschen ist, erfährt man ebenso wenig, wie die Megabombe eben dies verhindern soll. Schließlich hört so ein Stern nicht aus Jux auf zu strahlen, sondern eher aus … Weiterlesen

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300 („Männerfilm“)

Gestählte Männerkörper, heroische Kämpfe, epische Schlachten, fast schon lyrische Bilder, Männerkörper, Gemetzel, schicke Zeitlupeneffekte, Männerkörper, Gemetzel und – wer hätte es gedacht – Männerkörper und Gemetzel.

300 (in Worten: Dreihundert) ist ein Film von Männern, über Männer, für Männer. Oder so. Das weiß man nicht. Männer gibt es ja viele. Und Gemetzel.

Dieser Film kann Spaß machen – wenn man sich an ein paar Spielregeln hält:

  1. Er darf nur auf einer gaaaanz großen Leinwand angeschaut werden, sonst wirken die Bilder nicht – und was bliebe denn dann noch?
  2. 300 ist kein Spaß für Alleingänger – wer nicht drüber lacht, hat
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Fiddler’s Green – Drive Me Mad! (Irish Speedfolk)

Neuer Gitarrist, neuer Trackrekord, neue Höchstgeschwindigkeit. Drei Jahre nach ihrem letzten Studioalbum gehen die Speedfolk-Jungs aus Erlangen wieder an den Start. Die Richtung geht klar wieder mehr in Richtung Folk, die eher unschönen Metallelemente wurden stark reduziert, der Einfluss von Pat Prziwara zahlt sich aus und bringt wieder Schwung in die Kiste.

Mit gefühlten 280bps rasselt die Oma durch denn Saal wie eine Schrottpresse durch den Porzellanladen. Wer hier nicht mittanzt ist zu schwach. Die wenigen ruhigeren Lieder reichen gerade mal zum Luftschnappen, dann geht es weiter. Vor allem das geniale reist die Beine vom Boden.

Doch, leider leider, es … Weiterlesen

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We Feed The World (Dokumentarfilm)

Eins vorm Verriss: Der Schluss entschädigt für vieles. Soviel sei gesagt, doch beginnen wir am Besten am Anfang.

In Wien wird täglich soviel Brot weggeworfen, das man damit die Stadt Graz einen Tag lang ernähren könnte. Hybridauberginen sehen zwar todschick aus, schmecken aber nicht. Lecker Fisch ist steif, Pfuifisch ist wie Gummi. Streusalz kostet mehr als Weizen.

Dies und mehr erfährt man im Österreichischen Dokumentarfilm „We Feed The World“, der den Handel, die Herstellung und die Verteilung von Nahrungsmitteln in Zeiten einer globalisierten Welt kritisch beleuchtet, was durchweg interessant ist und auch zu häufigem, zustimmendem Nicken führt. Zu Wort kommen … Weiterlesen

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